Der folgende Text ist aus der Dorfchronik entnommen.



Heimatverein                                                                                Dorfchronik S. 192-194


Am 29. Mai 1985 lud Helmut Meier, Luttum, zur Gründungsversammlung des Heimatvereines Kirchlinteln in das Landhaus Luttum ein. Dabei wurde nicht nur der Verein, sondern unter anderem auch die Dorfgruppe (im folgenden Heimatverein Luttum) durch ihn ins Leben gerufen.

 

Bärbel Kleinbrod wurde zur Sprecherin gewählt.

 

Bis zum Jahresende traten dem Heimatverein Luttum 58 Mitglieder bei.

 

Neben der Pflege und Erhaltung der Dorfgemeinschaft zählen die Förderung und Pflege des Heimatsgedankens, Sammlung und Wahrung heimatlichen Kulturgutes, Schutz der Umwelt und Pflege der Landschaft, Erhaltung und Pflege von Natur und Baudenkmälern, Mitwirkung bei der Erhaltung, der Gestaltung und der Verschönerung des Dorfes und die Pflege von Brauchtum zu den anspruchsvollen Zielen des Vereins.

 

Eine Arbeitsgruppe „Dorfbepflanzung“ unter Leitung von Wilhelm Meyer befasste sich schon kurz nach der Gründung der Dorfgruppe mit der Anpflanzung von Hecken und Obstbäumen in der Gemarkung Luttum. So wurden Hecken in der „Heide“, am „klütschen Padweg“ und in den Luttumer Allerwiesen am „Günnenweg“, Obstbäume in der Verlängerung des „Grevenskampweges“ und viele Eichen an verschiedenen Feldwegen im Rahmen der Dorferneuerung gepflanzt.

 

In Vorarbeit zu der Dorfchronik rief Helmut Meyer ein Jahr nach Vereinsgründung alle Luttumer auf, dem Verein alte Fotos vorübergehend zur Verfügung zu stellen. Ralph Meyer und Wilhelm Haase trugen diese zusammen. Ralf Meyer fotografierte sie ab, Wilhelm Haase datierte und ordnete sie. So entstand eine Diasammlung, die unter anderem viel von dem dörfliche Leben längst vergangener Zeiten aufzeigt.

 

Bereits 1986 erwarb der Gesamtvorsitzende in einer Blitzaktion ein traditionelles Backhaus in Fachwerkkonstruktion von Heinrich Lohmann, Huxhall, für 1.000 DM, ohne zuvor einen Vereinsbeschluss einzuholen. Spontan beschloss der Verein dann, dass aus dem ja aus dem 18. Jahrhundert stammende, profane Gebäude aufzukaufen, abzubrechen, auf einem geeigneten Platz in Luttum wieder zu errichten und seiner ursprünglichen Nutzungsart zuzuführen. Organisiert von Gerd Blome und Helmut Meyer wurde der Abbruch dann mithilfe vieler Luttumer vorgenommen. Da zunächst kein geeigneter Platz zur Verfügung stand, wurde die Substanz viele Jahre bei Ruth Folkerts eingelagert.         

 

Nach langem Suchen konnte dann durch die Gemeinde die ehemalige Hofstelle „Heems“ aufgekauft werden. Mit finanziellen Mitteln aus der Dorferneuerung, Zuschüssen vom Landkreis und von der Gemeinde und vielen Spenden wurde das Gebäude dann wieder errichtet. Der Rat und die Hilfe vieler Fachleute, die den Umgang mit traditionellen Baustoffen wie Lehm kannten, waren gefragt. Auch die Ausmauerung der „Gefache“, die Konstruktion des Ofens und der Bau des Schornsteines bedurften besonderer Kenntnisse. Viele Luttumer Bürger und Bürgerinnen halfen beim Wiederaufbau tatkräftig mit.

 

Am 18. Juni 1995 konnte dann das Backhaus mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht werden. Auf einem alten Ackerwagen stehend richteten die zahlreichen Ehrengäste wie Landrat und Landtagsabgeordneter Rippich, Landtagsabgeordneter Wilhelm Hogrefe, Bürgermeister Lindhorst, Gemeindedirektor Rickmeyer, der Ortsvorsteher und die zahlreichen Vorsitzenden anderer Vereine ihre Grußworte an die Gäste.

 

Friedhelm Rosebrock, Wilhelm Meyer, Richard Meyer, Sabine Willbrandt-Meyer, Toni Ferlaus, Wilhelm Haase, Helmut Meyer und Heinz Blome gingen zunächst bei den Heimatvereinen Posthausen und Neddenaverbergen in die „Backmeisterlehre“, bevor der Backofen in Luttum am Einweihungstag erstmals angeheizt wurde. Von diesem Zeitpunkt an wird in Luttum wieder auf traditionelle Art und Weise Butterkuchen gebacken und der Backofen wird regelmäßig und auch zu besonderen Anlässen angeheizt.

 

Ihre Idee in die Tat setzten Berthold Schlenker und Helmut Meyer 1988 mit der Einladung des Heimatvereines zum „Kartoffelfeuer“ um. Seither können dabei alle Gäste an einem „offenen Kartoffelfeuer“ Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer und gedämpfte Kartoffeln mit Quark oder Butter zu sich nehmen. In den ersten Jahren wurde die Veranstaltung mit bis zu 50 Gästen auf Strohballen sitzend vor der Altmülldeponie durchgeführt. Seit 1996 trifft man sich auf dem Dorfplatz, wobei 1997 ca. 200 Personen zugegen waren.

 

Für das alljährliche Erntefest stellt der Heimatverein regelmäßig einen mit alten Traditionen befassten Erntewagen.

 

1994 wurde unter der Leitung von Sabine Lindhorst eine Singgruppe „Liederfreunde Luttum“ gegründet. Dieser Chor, der auf Hochzeiten, Geburtstagen und Kindtaufen mit steigender Beliebtheit auftritt, umfasst 1997 21 Mitglieder aus Luttum, Armsen, Neddenaverbergen, Hohenaverbergen und Bendingbostel.

 

1997 weißt der Heimatverein Luttum 136 Mitglieder auf.

 

Dem Vorstand gehören 1996 neben der Vorsitzenden Bärbel Rote, Karl-Heinz Otten als stellvertretender Vorsitzender, Malies Schlenker als Kassenwartin, Sabine Willbrandt-Meyer als Schriftführerin, Hermann Mahlmann als Beisitzer, Heike Schladebusch als Sprecherin der Theatergruppe, Helmut Meyer als Sprecher der Chronikgruppe und Sabine Lindhorst als Sprecherin der „Liederfreuende“ an.



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